Mirja Boes – wie immer der Knaller, auch mit Band!
Am 24. März ging es mal wieder ins Schmidt’s Tivoli, diesmal zu Mirja Boes & die Honkey Donkeys.
Wir waren uns nicht so ganz sicher was uns erwarten würde, denn das aktuelle Programm von Mirja Boes ist kein reines Comedy Programm. Sie ist auf Tour mit Band und neben typischer Mirja-Comedy gibt es auch noch Musik.
Das Programm besteht rund ¾ aus Stand-up Comedy, der Rest ist Musik. Anfangs waren wir wirklich skeptisch. Da Mirja Boes aber der Knaller ist, haben wir uns darauf eingelassen, und wurden nicht enttäuscht.
Sie erzählt mit Ihrer typischen Art gefühlt von allem was Ihr gerade so in den Kopf kommt. Was natürlich viel Spaß macht, ist der ständige Kontakt zum Publikum und das spontane Einbinden verschiedener Zurufe und Situationen. Im groben und ganzen müssen die Männer in dem Programm schon einiges einstecken, und auch die Band bekommt öfter Ihr Fett weg. Aber irgendwie macht das auch Mirja Boes aus, und man nimmt es ihr auch gar nicht übel. Die Situationen mit dem Puplikum sorgten für einige große Lacher und auch sonst musste man fast den ganzen Abend lachen. Die zwischenzeitlichen Musik-Einlagen waren überhaupt nicht störend, da die Texte auch sehr lustig waren.
Die Show ging, wie im Tivoli üblich, etwas später los. Von 20:20 Uhr bis 23:15 Uhr gab es Lacher am laufenden Band. Zur Erholung gab es eine Pause von ca. 20 Minuten. Alles in allem ein sehr guter und recht langer Abend.
Hat wieder richtig Spaß gemacht sich von Mirja Boes unterhalten zu lassen, auch der eher intime Rahmen im Schmidt’s Tivoli war sehr passend.
Wer auf Ihren Humor steht, sollte sich von der Band nicht abschrecken lassen und es sich unbedingt anschauen.
Die irische Stepptanzshow Riverdance war zu Gast im CCH in Hamburg.
Wir besuchten am 14. März die Nachmittagsvorstellung und wurden sehr gut unterhalten.
Riverdance ist eine irische Bühnenshow, die hauptsächlich aus irischem Stepptanz und keltischer Musik besteht. Das faszinierende am irischen Stepptanz sind die schnellen Beinbewegungen, wobei der Oberkörper mit den Armen relativ steif bleibt. Das ganze wird natürlich zu einem wirklichen Erlebnis wenn fast 30 Tänzer auf der Bühne haargenau das gleiche tanzen.
Die Show erzählt eine Geschichte, die man aber nicht wirklich nachvollziehen kann. Am besten einfach die einzelnen Nummern genießen. Zwischendrin wurde auch Flamenco und amerikanischer Stepptanz gezeigt, des weiteren gab es diverse Gesangseinlagen.
Die Musik wurde von dem kleinen 4-Mann-Orchester live gespielt und war sehr schön. Wer auf keltische Klänge steht, dem hat es sicherlich gefallen. Die ganze Show war eigentlich wie erwartet und es gab keine großen Überraschungen. Sie war abwechslungsreicher als gedacht und hat live echt spaß gemacht.
Die großen Teile mit allen Tänzern in der Reihe und den schnellen Stepp-Schritten waren Gänsehaut pur, wirklich beeindruckend. Uns hat es ausgesprochen gut gefallen, sowohl die Musik als auch der Tanz.
Linie S1 – das Hamburg Musical im St. Pauli Theater
Linie S1, das Musical über Hamburg mitten in Hamburg.
Am 10.3. ging es in das St. Pauli Theater zu „Linie S1 – das Hamburg Musical“ welches das ganze Jahr über immer mal wieder für ein paar Tage aufgeführt wird. Wir saßen im 2 Rang und konnten die Bühne gut sehen, nur der Komfort ist leider etwas bescheiden. Das Theater ist 1841 gegründet worden und vom Ambiente her irgendwie schon toll, nur leider sitzt man wie eine Ölsardine. Größere Menschen haben null Chance ihre Beine unterzubekommen. Im Hochsommer wird es auch ziemlich warm im Gebäude, was aber jetzt im März noch ging. Das es nicht so komfortabel wird wussten wir schon im voraus, deshalb jetzt zum eigentlichen Grund des Besuches, dem Musical. Das Musical startete um 20 Uhr, um 21.30 Uhr gab es eine ca. 15 Minütige Pause und um 23.05 endete das Stück. Um es schon vorweg zu sagen, es zog sich gegen Ende etwas und man war auch etwas unruhig wegen der unbequemen Sitzposition.
Auf dem S-Bahnhof Reeperbahn trifft ein Barmbeker Junge mit spanischen Wurzeln auf eine junge Frau aus gutem Blankeneser Haus. Er will eigentlich auf die Arbeit, doch es beginnt ein Flirt. Er vergisst die Arbeit und als sie in Blankenese aussteigt, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Dann beginnt ein wilder Tag. Sie treffen sich zufällig noch einmal wieder und tauschen diesmal auch Nummern aus. Dennoch wollen beide etwas anderes. Er hat sich Hals über Kopf verliebt, sie ist mit allem unzufrieden und will eigentlich nach New York fliegen und neu anfangen. Dennoch macht auch sie sich Gedanken und es ist ein hin und her. Sie treffen sich ab und zu eher zufällig mal wieder, hauptsächlich in der S Bahn. Das ganze wird von vielen bunten Gestalten untermalt. So sind in der S Bahn mal Penner, Punker, Nutten, Politiker oder Touristen. Das ganze wird sehr lustig gespielt und macht einfach Spaß. Vor allem wenn man aus Hamburg kommt oder sich dort auskennt. Viele der witzigen Szenen spielen aus dem täglichen Hamburger Leben. Irgendwann merkt sie das es ein Fehler war weglaufen zu wollen, verkriecht sich aber in einem Hotel um schließlich an den Landungsbrücken den Kopf frei zu bekommen für einen Neuanfang. Zufälligerweise geht er auch an die Landungsbrücken um dort auf ein Schiff zu gehen und in die weite Welt zu fahren. Alle Hoffnung scheint verloren, doch sie treffen sich dort beim Sonnenaufgang und sind glücklich.
Die 15 Darsteller und Tänzer spielen ca. 70 verschiedene Rollen, vom Hamburger bis zum Tourist, von arm bis reich, Mütter, Väter, Politiker, Punker, Penner und vieles mehr. Begleitet werden sie von einer Live-Band.
Die Musik für das Musical wurde nicht extra geschrieben, vielmehr ist es eine Auswahl an Songs von Hamburger Musikern, wie z.B. Hans Albers, Udo Lindenberg, Jan Delay oder Kettcar, oder welche die über Hamburg gesungen haben wie Tim Fischer oder Hildegard Knef. Aber auch internationale Hits wurden gespielt und natürlich die St. Pauli-Hymne „You’ll never walk alone“
Fazit
Gelungenes Musical mit guten Darstellern und spärlichem Bühnenbild. Die Schauspielerische und gesangliche Darbietung war durchaus sehr gut. Die Nebendarsteller waren ok, aber die Hauptrollen waren sehr gut besetzt. Ab und an war mal ein schiefer Ton dabei, aber es sind alles nur Menschen. Das Bühnenbild war spärlich, aber total ausreichend. Ich fühlte mich gut unterhalten, auch wenn das Stück sich am Schluss doch etwas gezogen hat.
Kristian Bader – Auf und Davon! Nackt über die Alpen.
Gute Unterhaltung mit Auf und Davon! Nackt über die Alpen.
Am 10. Februar ging es ins Schmidts Tivoli zu der Comedyshow Auf und Davon! Nackt über die Alpen! Gespielt wurde das Stück von Kristian Bader, den wir schon aus Caveman kannten. Eigentlich war das auch der Grund warum wir es uns angesehen haben. Kristian Bader konnte uns in Caveman überzeugen, also waren wir gespannt auf diese Vorstellung.
Bei den Plätzen haben wir uns wieder für einen Kompromiss zwischen Sicht und Preis entschieden. Die Plätze waren rechts, nicht ganz am Rand und die erste Reihe mit Erhöhung. Bis auf einen Pfeiler im Sichtfeld, der zu verschmerzen ist, super Plätze.
Die Show geht wie immer im Tivoli etwas später los, dafür wird jeder am Platz nach Bestellung mit Getränken und sogar mit einem kleinen Imbiss versorgt.
Zur Show
In der Show geht es im groben um den heutigen Tourismus im Vergleich mit vor über 2000 Jahren. Kristian Bader beschreibt, stellenweise im Solo-Rollenspiel, das Reisen von heute mit den Wanderungen der Teutonen 100 v.Chr. Das Ganze treibt er natürlich auf die Spitze und sorgt so für jede Menge Lacher.
Fazit
Wie auch schon bei Caveman konnte Kristian Bader uns überzeugen. Er spielt ohne Hilfsmittel eine tolle Show, gibt stellenweise körperlich alles und bietet jede Menge Lacher. Es hat mal wieder Spaß gemacht.
Heute nun der letzte Bericht von der Hanse Spirit 2015, das große Probieren 🙂
Bei der Vielzahl an Ausstellern und der Fülle an offenen Spirituosen musste man sich schon genau überlegen was man probieren möchte.
Bei der Ticketkontrolle am Eingang hat jeder ein Tastingglas bekommen, welches man sich nun an den Ständen füllen lassen konnte. Jede Füllung mit 2cl hat zwischen 1 und 22 Euro gekostet, wobei 2-4 Euro der Normalfall waren.
Wir haben nach dem Prometheus Tasting mit einem Gin weiter gemacht. Der Schwarzwälder Monkey47 dry Gin war uns aus Erzählungen und Berichten schon bekannt, aber leider haben wir es noch nie geschafft ihn zu probieren. Er war geschmacklich schön ausgeglichen und nicht so alkohollastig. Ein guter Gin, derauch pur sehr gut schmeckt.
Weiter ging es am Stand von Säntis Malt. Dort gab es einen Schweizer Whisky. Dieser wird in alten Bierfässern gereift und ist in verschiedenen verschiedenen Sorten erhältlich. Wir haben die Edition Sentis und Edition Sigel probiert.
Edition Sentis ist ein Single Malt der in alten Bierfässern gereift wurde. Von der Idee und dem Geruch waren wir noch sehr angetan, aber leider hat er uns überhaupt nicht geschmeckt. Leider kam bei der Edition Sentis ein sehr strenger Alkoholgeschmack rüber. Als zweites probierten wir die Edition Sigel, welcher ebenfalls in Bierfässern reift, nur sind diese wesentlich kleiner und so kann der Whisky mehr Geschmack annehmen. Der Geruch war noch kräftiger und man konnte leichte Biernoten riechen. Im Geschmack war er ebenfalls kräftiger, konnte uns aber trotzdem nicht überzeugen.
Danach gab es einen Ausflug in die Welt des Rums. Wir probierten einen Zacapa 23. Ein recht süßer und milder Rum. Er hatte eine breite Geschmackspalette und war zum pur trinken sehr lecker.
Nach dem Rum ging es mit einem TaliskerStorm weiter. Kein außergewöhnlicher Whisky, aber ich wollte ihn die ganze Zeit schon mal probieren. Der Talisker Storm ist ein günstiger Whisky, der aber mit seiner breiten und ausgewogenen Geschmackspalette komplett überzeugen konnte. Ein toller Whisky für jeden Tag 😉
Nach dem Talisker haben wir uns an einen Tullibardine 225 Sauternes Finish gemacht. Ein Whisky, der wie der Name schon sagt, sein Finish in Sauternes Fässern bekommt. Nicht zu alkohollastig, aber mir persönlich vom Geschmack nicht rund genug und etwas kühl.
Dann ging es an den Stand von Flickenschild. Dort haben uns ein paar Raritäten angelacht. Die Möglichkeit solche besonderen Whiskys einmal für relativ kleines Geld zum probieren zu bekommen, musste man dann doch mal wahrnehmen. Teilweise gibt es diese Whiskys gar nicht mehr, sind nur in limitierter Stückzahl verkauft worden oder die Destillery gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Den Anfang machten wir mit einem Ardbeg 1977. Eine echte Rarität aus dem Hause Ardbeg, den man meist nur noch auf Auktions-Seiten kaufen kann. Am Stand gab es die 2 cl für 17,50 Euro.
Er roch sehr ausgewogen, leichte Zitrusnoten und BBQ. Dies spiegelte sich auch im Geschmack wieder. Leicht ölig und holzig klammert er sich lange an die Zunge. Dann ein langer torfiter Abgang. Ein sehr toller und guter Whisky. Leider hat man davon nicht einfach so mal eine Flasche im Schrank.
Nach dem Ardbek entschieden wir uns noch ein Schätzchen in eine 3cl Flasche abfüllen zu lassen. Einen PortEllen1982. Die Port Ellen Distillery ist seid 1983 geschlossen, aber es gibt immer noch Whiskybestände die nach und nach abgekauft werden. Mittlerweile natürlich eine echte Rarität und bei Sammlern und Genießern sehr beliebt. Wenn man noch eine Flasche des Port Ellen 1982 bekommt, dann kostet die so 600-700 €. AM Stand haben 2 cl 22 € gekostet. Das kleine Fläschchen steht immer noch gut verschlossen im Schrank und wartet auf einen geeigneten Moment.
Kurz vorm Ausgang hab ich dann nochmal umgedreht und noch einen Talisker35Jahreprobiert. Wenn er noch erhältlich ist, dann für rund 700-900 € die Flasche. 2 cl des Schätzchens haben 19 € gekostet. Der Talisker 35 Jahre war wie auch schon der Ardbeg 1977 ein wahrer Genuss. Mit einem gut ausbalancierten Aroma von Früchten und Holz, im Abgang lang, weich und einem Hauch von Gewürzen. Ich bereue es nicht noch einmal umgedreht zu sein und diesen tollen Whisky probiert zu haben.
Godspell, ein besonderes Musical der Abschlussklasse der Joop van den Ende Academy.
Am Sonntag den 15. Februar war mal wieder Zeit für ein Musical. In den Räumen von Stage Entertainment führte die diesjährige Abschlussklasse der Joop van den Ende Academy das Erfolgsmusical Godspell auf.
Das Musical erzählt das Leben und die Botschaft Jesu Christi aus einer modernen Perspektive zu Pop- und Rockmusik. Die 2001 überarbeitete Fassung ist nochmals an die heutige Zeit angepasst worden. Es wurde stellenweise sehr modern interpretiert und sorgte für gute Unterhaltung.
Das Ambiente in den Räumen der Stage Akademie in der Speicherstadt war sehr nett. Im Saal New York wurde eine Bühne und eine kleine Tribüne installiert. In den alten Räumen mit der modernen Technik hat man sich wohl gefühlt und durch die wenigen Plätze war es auch eine sehr intime Vorführung.
Was auch einen positiven Eindruck hinterlassen hat war die Musik. Diese kam nämlich nicht vom Band, sondern wurde live gespielt.
Die Darsteller waren alle sehr professionell und setzten sich aus dem Abschlussjahrgang sowie aus Studenten des 3. Semesters zusammen. Gesanglich und Schauspielerisch war das dargebotene sehr gut. Das ganze Musical ging knapp 2 Stunden und wurde ohne Pause gespielt.
Fazit
Auch wenn die Story ums neue Testament vor allem am Anfang sehr verwirrend war, konnte zumindest später vor allem Gesang und Schauspiel überzeugen. Das neue Testament wurde teilweise sehr modern wiedergegeben, was zu einigen Lachern führte. Die Story war nicht so meins, trotzdem konnten sie vor allem durch Gesang überzeugen. Hat Spaß gemacht.